Instrumentenaufbereitung

Die Instrumentenaufbereitung hat sich von einem kleinen Anhängsel des Operationssaals zu einer unabhängigen zentralen Abteilung ZSVA entwickelt;

  • ein Wandel von einem offenen Bereich, in dem sich verschiedenste Tätigkeiten und Abläufe einander wild überkreuzten, zu einer Abteilung mit einer strengen Einteilung in verschiedene Zonen,
  • ein Wandel von hauptsächlich manuellen Arbeiten hin zur maschinellen Instrumenten- und Geräteaufbereitung,
  • ein Wandel von der uneingeschränkten und unkontrollierten Wiederverwendung für den einmaligen Gebrauch vorgesehener medizinischer Instrumente zu einer verantwortungsvollen Wiederverwendung oder sogar zu dem Verbot der Wiederverwendung,
  • ein Wandel von der Anwendung chemischer und biologischer Indikatoren zur physikalischen Validierung der Sterilisationsprozesse,
  • ein Wandel von einer Qualitätsprüfung am Ende des Sterilisationsprozesses zur kontinuierlichen Überwachung der einzelnen Dekontaminationsschritte sowie auch der Wandel von ungeschultem zu hoch qualifiziertem Personal. Mit anderen Worten, die Sterilgutaufbereitung hat sich von einer Abteilung mit Schwerpunkt auf dem Sterilisationsprozess zu einer Abteilung mit ganzheitlichem „Wiederaufbereitungsansatz“ entwickelt. Die Umsetzung all dieser Veränderungen bedeutet jedoch nicht, dass es keinen Raum für weitere Verbesserungen gibt. Ganz im Gegenteil. Die Einführung von Rückverfolgbarkeit und Qualitätssystemen, die Zentralisation auch außerhalb der Krankenhäuser – in Kombination mit ökonomischerem und ökologischerem Ansätzen sowie das Abwägen verschiedener Maßnahmen stellen neue Herausforderungen dar.